Beziehung, Psychologie

7 Tipps für bessere Beziehungen mit Herzverstand

Herzbeziehung_1Beziehungen bestimmen jeden Tag unseres Lebens. Nicht nur als Partnerschaft, sondern auch im Beruf, bei Freundschaften oder im Familienumfeld. Gute Beziehungen machen uns glücklich und sind damit ein untrennbarer Teil dessen, was Philosophen seit über dreitausend Jahren »das gute Leben« nennen. Im Moment entdeckt die Wissenschaft in rasender Geschwindigkeit Eigenschaften unseres Herzens, die auf unsere Beziehungen einen erheblichen positiven Einfluss haben. Gleichzeitig haben manche Bestandteile unseres Verstandes einen erheblichen negativen Einfluss auf unsere Beziehungen. Wenn wir um beides wissen, haben wir es besser in der Hand, wie sich eine Beziehung entwickeln wird.

1. Eine Beziehung besteht aus dem, was sich zwei Menschen gegenseitig »antun«. Also tue Gutes!

Nachdenken und Reden ist zwar auch ein Teil der Beziehung, aber am Ende wird uns der Andere nicht an den Worten messen, sondern an dem, was wir tun. Also tun Sie Gutes. Überlegen Sie, wo Sie den anderen unterstützen können. Womit Sie sein Herz berühren können. Welche Nöte oder Sorgen er hat und wie Sie dazu beitragen können, sein Leben zu verbessern. Und damit kommen wir auch gleich zu zweiten Punkt…

2. Verbessere das Leben der anderen, dann wird auch deines besserHerzbeziehung_4

Wenn Sie Gutes tun, brauchen Sie dafür noch nicht einmal ein Lob. Denn Gutes zu tun erfüllt Sie selbst, alleine durch die Tatsache, dass Sie es tun. Psychologen nennen es intrinsische Erfüllung, weil alles aus Ihnen selbst heraus und in Ihnen selbst geschieht. Natürlich darf man sich dabei nicht ausnutzen lassen, denn das würde ein Ungleichgewicht erzeugen und damit schlechte Gefühle. Doch ganz sicher ist es eine gute Idee, nicht auf Verbesserungen in einer Beziehung zu warten, sondern dem eigenen Herzensimpuls zu folgen und es selbst in die Hand zu nehmen.

3. Der Verstand mag vielleicht lange und gut argumentieren, aber am Ende entscheidet immer das HerzHerzbeziehung_3

Haben Sie zu einer wichtigen Frage schon einmal eine Pro-und-Kontra-Liste erstellt? Auf welcher Seite standen mehr Argumente? Und für welche Seite haben Sie sich am Ende tatsächlich entschieden? Interessant, nicht wahr? Sie haben sich für die Seite entschieden, die eigentlich weniger Argumente hatte, nur aus einem einzigen Grund: Weil es sich besser angefühlt hat. Oder richtiger. Weil Sie es einfach so wollten, ganz gleich, wie viele Argumente auf der anderen Seite standen. Das was Sie dabei gefühlt hatten, war eine Intelligenz außerhalb Ihrer Verstandesargumente: Die Herzintelligenz.

4. Ehe man redet oder handelt: Nachfragen, ob es »im Herzen richtig« ist

Wenn es darum geht, welchem Weg im Leben man folgen soll, weiss das Herz viel mehr als der Verstand, weil es 200.000 mal mehr Informationen aus der Realität abgreift und verarbeitet. Das Problem ist nur, wie man den Verstand dazu bringt, diese Informationen abzufragen und bei einer Entscheidung zu berücksichtigen. Die einfache Frage, ob es im Herzen richtig ist, dieses oder jenes zu tun, stellt die Verbindung zwischen Gedanken und Herz her.

5. In Worte fassen, was das Herz sagen willHerzbeziehung_2

Falls Ihnen etwas »auf dem Herzen liegt«, lassen Sie es in Ihren Verstand vordringen und von dort auf Ihre Zunge fließen. Sprechen Sie es aus, so zügig, wie es geht. Ihr Herz braucht Sie, wenn es etwas ausdrücken möchte. Es kann Sie wertvolle Jahre Ihres wundervollen Lebens kosten, wenn Sie nicht aussprechen, was Ihnen auf dem Herzen liegt. Vielleicht haben Sie schon bemerkt, dass auf dem Thema einer Herzenswahrheit eine Art Schutz liegt. Wenn man sagt, was man im Herzen fühlt, wird der andere es nur selten angreifen. Vielleicht hört dann sogar zum ersten Mal wirklich zu.

6. Das ganze Leben betrachten, nicht nur den Moment

Im Augenblick zu leben, kann ein wundervoller Zustand sein. Doch wenn man vor einer wichtigen Entscheidung steht, könnte das nicht genügen, denn man muss ja gerade eine Weiche stellen. Der Verstand kalkuliert tendenziell eher kurzfristig. Er sieht die aktuellen Vorteile und möchte danach handeln, sie zu bekommen. Das Herz hingegen denkt langfristig, weil es nach einem guten Leben insgesamt strebt. Und das kann auch einmal bedeuteten, einen Vorteil hier und jetzt nicht um jeden Preis abzuholen. Statt gegen jemanden zu gewinnen, könnte das große Herzensglück im Nachgeben oder in einem freiwilligem Verzicht liegen.

7. Sich nicht scheuen, das was man im Herzen ist, in jeder Situation zu zeigen

Gerade wenn es schwierig wird, neigen wir dazu, uns zu verstellen. Wir sagen Ja, wo wir Nein fühlen, wir lächeln, wo wir nicht lächeln wollen, wir tun Dinge, die wir nicht gut finden. Stehen Sie zu Ihrem Herzgefühl. Falls Sie nicht genau wissen, was das ist, stehen Sie stattdessen zu dem, was Sie sind. Tun Sie nichts, womit Sie Ihre Werte oder Ihr Herz verraten würden. So zu Handeln nennt sich Integrität oder »man selbst sein«. Und das erzeugt am Ende ein wirklich sehr gutes Leben.

»Ich habe mich stets bemüht, die mit denen ich verkehrte, ein Stück besser zu hinterlassen, als ich sie vorfand.« | Sokrates (469 – 399 v. Chr.), griechischer Philosoph


 

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1 Kommentar

  • Antworten Emanuela 05. Juni 2015 um 22:01

    Ich arbeite daran, meinem Herzen bedingungslos zu folgen … und immer wenn ich das tue, trotz widriger Umstände oder Angstgefühle, bin ich um ein Stückchen reicher und meine innere Kraft wächst …. vielen Dank für den schönen Artikel … Emanuela

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